MACO MULTIBROM F

Technische Anleitung TA Nr. 120/1


Inhaltsverzeichnis

Kurzbeschreibung

  1. Basisdaten zur lichtempfindlichen Silberhalogenid-Fotoemulsion.
  2. Oberflächen-Sortimentstiefe
  3. Oberflächenbeschreibung
  4. Färbung der lichtempfindlichen Emulsion (Bildton)
  5. Färbung des Basis-Trägermaterials
  6. Empfindlichkeit ISO-Speed + ISO-Range
  7. Maximalschwärzung
  8. Art + Gewicht des Basis-Trägermaterial
  9. Schichtaufbau
  10. Tonen
  11. Retuschieren
  12. Laborbeleuchtung
  13. Hinweise zur Naßverarbeitung
  14. Lagerung
  15. Allgemeine Hinweise zu MACO-Produkten

Kurzbeschreibung der Eigenschaften dieser Schwarzweiss-Fotopapiere

- MULTIBROM bietet eine gelungene Kombination aus moderner Emulsions-Technologie mit dem klassischen Baryt-Trägermaterial.

Besonderheit:
Alle MULTIBROM Papiere sind integriert in das MACO MULTI-SYSTEM:

Was heißt das für den Anwender ?

Wodurch zeichnen sich die modernen MACO-MULTI-Emulsionen aus ?

Was ist anders als bei anderen Fotopapieren mit modernen Kontrastwandelemulsionen ?

1. Basisdaten zur lichtempfindlichen Fotoemulsion

2. Oberflächen-Sortimentstiefe

Glänzend: MACO MULTIBROM F

3. Oberflächenbeschreibung

MACO MULTIBROM F:

- Super-Hochglanz bei Heißtrocknung,
z.B. mit MACO ecomat TP5060 Schichtseite zur Hochglanzfolie.
- Natur-Glanz bei Lufttrocknung, oder Heißtrocknung Schichtseite zum Tuch.

4. Färbung der lichtempfindlichen Fotoemulsion

MULTIBROM Papiere verfügen über eine neutralschwarze Emulsion. Der Bildton läßt sich über die Wahl des Papierentwicklers steuern.

Beispielsweise:
MACO ecoprint = Kalter Bildton
LP-BROM 1 = Warmer Bildton
Calbe MH 28 = Sehr warmer Bildton
LP-BROM 3 = Kalter Bildton

5. Färbung des Basis-Trägermaterials

MACO MULTIBROM F weißer Basisträger

Hinweis: Der zur Chamois-Einfärbung verwendete Farbstoff bei MULTIBROM WA ist wasserlöslich. Durch überlange
Wässerungszeiten (über 30 Minuten) ist es nicht auszuschließen, daß sich die Einfärbung auswäscht und damit an Intensität verliert.

6. Gradation/Filter Empfindlichkeit/ISO-Speed: Kopierumfang/ISO-Range:

Alle Angaben sind Zirka-Werte und basieren auf aktuellem Kenntnisstand; individuelle Faktoren können zu geringfügig anderen Ergebnissen führen.

Gradation Filter ISO-Speed ISO-Range

0

0

P 50-64 R 150

1

1

P 90-100 R 120

2

2

P 64 R 100

3

3

P 32-40 R 70

4

4

P 40-50 R 65

5

5

P 20-25 R 60

Filterwerte

MACO MULTIBROM Papiere können entweder unter Verwendung handelsüblicher Einlegefiltersätze (z.B. LABOR PARTNER VC-Filter, ORIENTAL Acryl VC-Filter oder ILFORD Multigrade Filter), oder mit Vergrößerern mit Variocontrastaufsatz belichtet werden.

Bei Colorvergrößerern können Sie nach folgende Tabelle zugrundelegen (ggf. sind weitere Informationen in der Bedienungsanleitung Ihres Vergrößerers verfügbar, prüfen Sie, ob Ihr Farbvergrößerer DD- oder CC-Filterwerte hat):

Gradation DD-Werte CC-Werte

00

ohne

ohne

0

80Y

80Y

1

25Y

30Y

2

10M

10M

3

40M

50M

4

60M

110M

5

130M

200M

Je nach Lampenalter, Filterart und Gerätetyp
sind Abweichungen o.a. Filterwerte möglich

7. Maximalschwärzung

Die Oberfläche glänzend (MULTIBROM F) erreicht die höchsten Werte. Halbmatte bzw. matte Oberflächen erreichen vergleichsweise geringere Werte.

Die nachstehenden Circawerte wurden mit einem Negativ Gamma 0,60 in Verbindung mit dem Entwickler LABOR PARTNER LP-BROM 1 erzielt:
MACO MULTIBROM F : max D. 2,25

Je nach verwendetem Entwickler-Typ und einer Nachbehandlung in LP-SELENIA können die obigen Werte unter- oder überschritten werden.

8. Gewicht bzw. Stärke des Basis-Trägermaterials

MACO MULTIBROM F 240 Gramm Basiskarton
+ ca. 20 Gramm Barytage
+ ca. 40 Gramm Emulsionen/Schutzschichten
Endgewicht = ca. 300 Gramm

9. Schichtaufbau: (von oben)

  1. Schicht: Schutzschicht mit UV-Absorbern u.ä.
  2. Schicht: Lichtempfindliche Emulsionsschicht A
  3. Schicht: Lichtempfindliche Emulsionsschicht B
  4. Schicht Bariumsulfat-Trennschicht.
  5. Basis: Fotokarton
  6. Rückseite: Speziell für Naßklebung und Beschriftung eingerichtet.

10. Tonen

MACO MULTIBROM Fotopapiere lassen sich in den meisten handelsüblichen Tonern verarbeiten. Folgend einige Anwendungsbeispiele:

Tiefe, braune Schwärzen: A. Behandlung in PEERLESS Wasserfarben
B. Tonung in LABOR PARTNER LP-SEPIA
Hellbraun/gelblich: Tonung in LABOR PARTNER LP-SEPIA mit Essig-Zusatz
Blautonung: Tonung in LABOR PARTNER LP-AZUR
LP-SELENIA: A. Erhöhung der Maximalschwärzung
B. Verbesserung der Archivfestigkeit
C. Veränderung des Bildtones

Für die Behandlung im Bereich der Gelatinetonung, selektiv, partiell und vollflächig verfügen Sie mit dem PEERLESS-Wasserfarben über ein seit einem Jahrhundert bewährtes Verfahren aus den USA.

11. Retuschieren

Bei MACO MULTIBROM Papieren haben sich die PEERLESS-Wasserfarben "DRY SPOT SET" sehr bewährt. Die Farben sind dem Bildton anzupassen und ziehen rückstandsfrei in die Emulsion ein - ohne Flecken zu hinterlassen.

12. Laborbeleuchtung

Schutzfilter rot oder bernsteinfarben. Max. 15 Watt, Mindestabstand Lampe-Schale 120 cm.

(ggf. Ist ein „Schleiertest" durchzuführen).

Tip:


















Als beste Methode dazu hat sich fin der Praxis folgende Vorgehensweise bewährt:

Nehmen Sie ein ca 13x18 cm großes Stück Fotopapier und legen es unter Ihren Vergrößerer.

Das Vergrößerungsobjektiv blenden Sie 2-3 ganze Stufen ab und belichten das Fotopapier
für ca 2 - 4 Sekunden, gerade lang genug um ein helles Grau bei der Entwicklung zu erzeugen
( Abweichungen durch Tests unter Ihren Laborbedingungen ermitteln).

Ein so vorbelichtetes Fotopapier plazieren Sie mit der Schichtseite nach oben an der Stelle
wo Ihr Papier normalerweise der längsten Einwirkungsdauer der Laborbeleuchtung ausgesetzt ist.

Auf das Fotopapier legen Sie einige lichtundurchlässige Gegenstände (Münzen, Schlüssel o.ä.) und
setzen es für ca. 5 Minuten Ihrer Laborbeleuchtung aus.

Anschließend entwickeln Sie ganz normal; wenn sich hierbei die Umrisse der plazierten
Gegenstände abzeichnen, hat die Laborbeleuchtung entweder einen ungeeigneten Schutzfilter
oder ist zu intensiv bzw. Zu nah installiert. Entweder muß nun eine auf das Fotopapier
abgestimmte Laborbeleuchtung ( z.B. Wechsel des Schutzfilters) installiert oder ein
Ortswechsel der Lampe vorgenommen werden.
              

13. Informationen zur Verarbeitung

Schalenverarbeitung

Damit Ihre Fotos nach der Verarbeitung eine einwandfreie Oberfläche besitzt, sollten Sie das Material mit besonderer Sorgfalt behandeln. Bei Schalenverarbeitung sollten Sie die Bilder nur am Rande mit den Verarbeitungszangen in die Bäder geben - Schichtseite nach oben, damit keine Kratzer durch den Schalenboden verursacht werden können.

Maschinenverarbeitung

Für makellosen Hochglanz ist der Zustand der Entwicklungsmaschine ausschlaggebend. Prüfen Sie, ob alle Transportwalzen sauber sind, d.h. beispielsweise ohne auskristallisierte Fotochemie oder sonstige Verunreinigungen. Für satte Schwärzen empfiehlt sich aufgrund des hohen Silbergehaltes von expo Display,den Zustand der Chemie zu kontrollieren und diese ggf. zu erneuern bzw. zu regenerieren. Für die Verarbeitung in Maschinen empfiehlt MACO die voll kompatible LABOR PARTNER LP-SPEED 2000 Chemie (erhältlich mit und ohne Regenerierung).
Hinweis:


Bedingt durch die hohe Festigkeit der Polyesterunterlage von expo Display, empfehlen wir die
möglichst rechtwinklige Eingabe des Materials in Ihre Maschine. Dies gilt insbesondere bei der
Verarbeitung von Printer- oder Breitrollen, die nahe an der max. Einlaufbreite sind. Bei Beachtung
wird eine mögliche Beschädigung der Maschine vermieden.


MACO MULTIBROM F

Alle MULTIBROM Papiere sind für die Schalenverarbeitung mit allen hochwertigen Fotochemikalien ausgelegt.

Der Anwender wird feststellen, daß die folgenden Empfehlungen von den Beschreibungen abweichen können, die man in der Literatur bzw. technischen Informationen verschiedener Hersteller findet.

Die Firma LABOR PARTNER gibt für die Verarbeitung von Baryt-Fotopapieren Informationen, die sich konsequent an folgenden Erfordernissen orientieren:

In der praktischen Umsetzung bedeutet dies hinsichtlich der Fine Print-Verarbeitung von edlen Fotopapieren:

  1. Versuchen Sie den Naßprozeß so kurz wie irgend möglich zu halten .
  2. Setzen Sie die Fotochemie mit Leitungswasser an - nicht mit Aqua dest.
  3. Entwickeln Sie nicht länger als 5 Minuten .
  4. Auf jeden Fall die Entwicklung durch ein „Unterbrecherbad" beenden.
  5. Halten Sie sich an 1 Minute Behandlungsdauer im Stoppbad.
  6. Fixieren Sie im „Kaskade"-Verfahren in 2 aufeinander folgenden Wannen.
  7. Jeweils max. 1 Minute - Silbergehalt kontrollieren, neutraler pH-Wert (z.B. LP-FIX NEUTRAL)!
  8. Keinen Restthiosulfat-Zerstörer verwenden.
  9. Wässern mit Leitungswasser etwa 15 Minuten - nicht unter 20°C.
  10. Schützen Sie Ihre wertvollen Bilder durch eine Behandlung im SELENIA-Bad (Selentoner).

In neuerer Fachliteratur finden sich vielfältige Informationen zur Fine-Print Verarbeitung. Interessierte können dort die Thematik vertiefen.

In Kurzform: Was unterscheidet den anspruchsvollen Anwender von der „Massenproduktion" ?

In Gesprächen mit an der Barytverarbeitung Interessierten kommt regelmäßig die Thematik des hohen Wasserbedarfes auf. Bei der Beachtung der obigen Ratschläge sind kurze Wässerungszeiten und daher geringerer Wasserverbrauch die angenehme Folge. Der Papierfilz nimmt kaum Thiosulfat und Silberkomplexsalze auf. Es besteht nicht die Gefahr, optische Aufheller und Weißmacher auszuwaschen . Die Struktur des Papierfilzes bleibt unverändert. Dies verbessert die Planlage nach dem Trocknen. Neuere Erkenntnisse haben ergeben, daß geringe Spuren von Thiosulfat einen Schutz vor Umwelteinflüssen darstellen. (s.a. „Photo Techniques" 7/8 96 „A practicum on Baryt washing" von Martin Reed). Der anzustrebende Wert liegt bei ca.0,15 - 0,2 µ g pro cm². Dies wird in der aktuellen ANSI-Norm für Restthiosulfat berücksichtigt.

Für ein archivgerechtes Auswässern sollte kein Härtefixierbad verwendet werden, da sich die geforderten Werte auch bei verlängerter Wässerung kaum erzielen lassen.

Eine ausführliche Beschreibung der Naßverarbeitung ist in der techn. Anleitung (TA expo R) aufgeführt, die kostenlos gegen Einsenden eines frankierten Rückumschlages zugesandt wird.

14. Lagerung

Die MACO Original-Packungen sind, sobald sie erstmalig geöffnet worden sind, an einem kühlen, trockenen Ort aufzubewahren. Bitte öffnen Sie die Packung an der dem Etikett gegenüberliegenden Seite, dort sind Einstanzungen für das problemlose Wiederverschließen vorhanden.

15. Allgemeine Hinweise zu MACO Produkten

Zu allen MACO Produkten, von denen ein Teil hier aufgeführt wurde, können gegen Einsenden eines frankierten Rückumschlages technische Anleitungen angefordert werden.

TA MULTIBROM TA-Nr. 120/1 September 1998

Irrtümer, oder Änderungen die dem technischen Fortschritt dienen, bleiben vorbehalten.


MACO PHOTO PRODUCTS
ist eine Abteilung der Hans O. Mahn & Co. KG, Brookstieg 4, 22145 Stapelfeld
Hotline: 040-237 008-88
E-Mail: PHOTO@mahn.net