Technische Anleitung TA Nr. 130/1
Inhaltsverzeichnis:
Kurzbeschreibung
| Typ: | -Chlorbromsilber-Emulsion. | |||
| -Traditioneller Typ, jedoch höher empfindlich als die "alten" Portrait-Chlorbrom-Papiere | ||||
| (z.B. ORIENTAL New SEAGULL PORTRAIT zwischen P50+P64) | ||||
| -Hoher Silbergehalt. Je nach Gradation 1,7 bis 2,2 Gramm per m². | ||||
| -Spezielle Additive für die Lithentwicklung/"MLD"-Technik (s.a. Technische Anleitung TA-Nr. 182/1) | ||||
| -Spezielle Additive für die Behandlung in LP-SELENIA (Selentonung). |
| RF + WA: |
Die Silberhalogenid-Emulsion enthält keine optischen Aufheller ! Enthält keine Weißmacher. Enthält keine Entwicklersubstanzen. |
| Daher ist der Papiertyp expo RF hervorragend für die besonderen
Ansprüche der Fine-Art-Fotografie und für die Langzeitarchivierung geeignet. |
| Glänzend: | MACO expo RF |
| MACO expo RF | - Super-Hochglanz bei Heißtrocknung, z.B. mit MACO ecomat TP5060. |
| - Natur-Glanz bei Lufttrocknung. | |
| - Gebrochener Glanz bei Heißtrocknung, Schichtseite gegen das Tuch. |
Warme, neutralschwarze Emulsion. Sehr angenehm durch Entwickler steuerbar.
Beispielsweise:
| MACO ecoprint | = Kalter Bildton | |||
| LP-BROM 1 | = Warmer Bildton | |||
| Calbe MH 28 | = Sehr warmer Bildton | |||
| LP-BROM 3 | = Kalter Bildton | |||
| LP-LITH | = Braunschwarzer Bildton/Verfremdung |
| MACO expo RF | = Warmer, weißer Bildton.Basis-Karton ohne optische Aufheller. Ohne Weißmacher. |
| Hinweis: |
Der zur Einfärbung verwendete Farbstoff
bei MACO expo WA ist wasserlöslich. Durch überlange Wässerungszeiten (über 30 Minuten) ist es nicht auszuschließen, daß sich die Einfärbung auswäscht und damit an Intensität verliert. |
MACO expo RF:
| Gradation | ISO-Speed | ISO-Range |
2 |
P 125/150 |
R 110 |
3 |
P 125 |
R 90 |
4 |
P100/125 |
R 70 |
Glänzende Oberflächen (expo RF) erreichen naturgemäß die höchsten Werte.
Die nachstehenden Circawerte wurden mit einem Negativ Gamma 0,60 in Verbindung
mit dem Entwickler LABOR PARTNER LP-BROM 1 erzielt:
| MACO expo RF: | max D. 2,25 |
Je nach verwendetem Entwickler-Typ und einer Nachbehandlung in LP-SELENIA können die obigen Werte unter- oder Überschritten werden.
| MACO expo RF | = 245 Gramm Basiskarton |
|||
| + ca. 20 Gramm Barytage | ||||
| + ca. 40 Gramm Emulsion/Schutzschichten | ||||
| Endgewicht | = ca. 300 Gramm |
| 1. Schicht: |
"Supercoating" Schutzschicht Besonderheit: Erhöht die mechanische Widerstandsfähigkeit während des Naßprozesses durch spezielle Härtezusätze. Verbessert die Eigenschaften bei der Heißtrocknung. |
| 2. Schicht: | Schutzschicht mit UV-Absorbern u.ä. |
| 3. Schicht: | Lichtempfindliche Emulsionsschicht, gehärtet. |
| 4. Schicht: | Bariumsulfat-Trennschicht. |
| 5. Basis: | Fotokarton. |
| 6. Rückseite: | Speziell für Naßklebung und Beschriftung eingerichtet. |
| Tiefe, braune Schwärzen: | A. Behandlung in PEERLESS Wasserfarben. |
| B. Verarbeitung nach dem "MLD"-Verfahren. | |
| C. Tonung in LABOR PARTNER LP-SEPIA. | |
| Hellbraun/gelblich: | Tonung in LABOR PARTNER LP-SEPIA mit Essig-Zusatz. |
| Blautonung: | Tonung in LABOR PARTNER LP-AZUR |
| LP-SELENIA: | A. Erhöhung der Maximalschwärzung. |
| B. Verbesserung der Archivfestigkeit. | |
| C. Veränderung des Bildtones. |
Für die Behandlung im Bereich der Gelatinetonung, selektiv, partiell
und vollflächig verfügen Sie mit dem PEERLESS-Wasserfarben über
ein seit einem Jahrhundert bewährtes Verfahren aus den USA.
Beim glänzenden expo RF haben sich die PEERLESS-Wasserfarben "DRY SPOT SET" sehr bewährt. Die Farben sind dem Bildton anzupassen und ziehen rückstandsfrei in die Emulsion ein - ohne Flecken zu hinterlassen.
Schutzfilter rot oder gelbgrün. Max. 15 Watt, Mindestabstand Lampe-Schale 120 cm.
Der Anwender wird feststellen, daß die folgenden Empfehlungen von den Beschreibungen abweichen können, die man in der Literatur bzw. technischen Informationen verschiedener Hersteller findet.
Die Firma LABOR PARTNER gibt für die Verarbeitung von Baryt-Fotopapieren Informationen, die sich konsequent an folgenden Erfordernissen orientieren:
| Step 1 | Belichtung |
| Kurz belichten, lange entwickeln ergibt einen kälteren Bildton (LP-BROM 3). | |
| Lange belichten, kurz entwickeln ergibt einen wärmeren Bildton LP-BROM 1). | |
| Step 2 | Entwicklung |
| Die Entwicklungszeit ist in letzter Konsequenz ein Fixwert. Danach hat sich die Belichtungszeit zu richten. Eine Minute bei dem "Turbo" -Entwickler LP-BROM 4 bis zu 5 Minuten bei dem Baryt-Kaltton-Entwickler LP-BROM 3. |
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| Bei zu kurzer Entwicklungdauer kann es zu Schlieren kommen. | |
| Bei zu langer Entwicklungdauer kann der Grundschleier ansteigen. | |
| Für die Mehrschalentechnik sind LP-BROM 4 kombiniert mit LP-BROM 5 bewährt | |
TIP: |
Sofern eine Heißtrocknung folgt oder
es sich um Emulsionen handelt, die eine Härtung gut vertragen könnten, dann setzen Sie LP-GELADUR dem Entwickler zu ! Sie machen damit aus jedem Entwickler einen HÄRTEENTWICKLER ! Bitte berücksichtigen Sie, daß es bei den unbelichteten Bildweißen (Rändern) zu Verfärbungen kommen kann. |
| Step 3: | Stoppen |
| Verwenden Sie grundsätzlich ein Stoppbad. Schenken Sie dem Stoppbad eine hohe Wertschätzung, bessere Ergebnisse werden die Folge sein. Verwenden Sie LABOR PARTNER LP-CITRIN oder LP-CITRODUR eine Minute ! Nicht länger, nicht kürzer. Jede Zeitveränderung hat Auswirkungen auf den Bildton ! Auch die Konzentration/Erschöpfungsgrad des Bades. |
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| Step 4 | Fixieren |
| Ob mit "billigem" Natriumthiosulfat oder "teurem" Ammoniumthiosulfat
fixiert wird, ist oft von den individuellen Ansprüchen der Verarbeiter abhängig. Von CALBE Fotochemie gibt es den Natriumthiosulfat - Fixierer A 300 als Pulver. Bei sauren Fixierbädern sind Auswässerungs-Hilfen unerläßlich. Daher empfehlen wir Ihnen, keine sauren Fixierbäder mehr zuverwenden, sondern auf die seit einem Jahrzehnt praxisbewährten pH-neutralen Fixierbäder vom Typ LP-FIX NEUTRAL überzuwechseln. |
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TIP: |
Fixieren Sie grundsätzlich in 2 Schalen (Kaskadenfixage). |
| 1. Schale gebrauchter Fixierer bis max. 4 Gramm Silber pro Liter. | |
| 2. Schale frischer Fixierer bis max. 2 Gramm Silber pro Liter. | |
| Verwenden Sie ein pH-neutrales Fixierbad, z.B. LP-FIX NEUTRAL. | |
| Fixieren Sie nicht länger als 2/3 Minuten pro Schale. Ständige Bewegung. | |
| Verwenden Sie keinen Härtezusatz
in Fixierbädern ! Nehmen Sie statt dessen den Entwickler-Zusatz LP-GELADUR ! |
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| Fixieren Sie jedes Baryt-Bild Stück für Stück. | |
| Benutzen Sie die Fixierbad-Schale niemals
zur "Aufbewahrung" von Bildern, die dann im Stoß gewässert werden sollen. Niemals. Neben den Fehlern, die sofort auftreten, provoziert man braune Flecken, die erst nach Monaten zu Reklamationen führen können. |
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| Step 5 | Wässern |
| Ein mittleres Schwarzweiß-Labor bekommt im Jahr
Wasser/Abwasser-Rechnungen die bis zu DM 5.000,00 betragen können. Warum, weil die Wässerung kontinuierlich durchläuft und die Bilder ja "ausreichend" gewässert werden sollen. |
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| Wir empfehlen den MACO ecowash. - Diese Geräte sparen bis zu 80 % Wasser. - Sind integraler Bestandteil des Arbeitsprozesses. - Brauchen nicht länger als maximal 15 Minuten pro Bild. - Sind Garant für die archivfeste Auswässerung der meist doch sehr hochwertigen Baryt-Vergrößerungen. - Der Preis von bis zu DM 2.900,00 amortisiert sich auch in kleineren professionellen Labors innerhalb Jahresfrist. |
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| Step 6 | Trocknen |
| Der gewerbliche Anwender wird seine größeren Produktionsmengen heißtrocknen. | |
| Dazu bieten wir die speziell für hohe Qualitätsansprüche
konzipierte Trockenpresse MACO ecomat TP3040 zu einem Preis von ca. EUR 540,- an. Aufgrund der Ausrichtung auf exzellente Trocknungsergebnisse ist die Neuanschaffung als Ersatz alter Geräte meist empfehlenswert. |
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| (Hinweis: Ergänzende Informationen zur Baryt-Verarbeitung finden sie in der TA-Nr. 120/1) |
Die MACO Original-Packungen sind, sobald sie erstmalig geöffnet worden sind, an einem kühlen, trockenen Ort aufzubewahren. Bitte öffnen Sie die Packung an der dem Etikett gegenüberliegenden Seite, dort sind Einstanzungen für das problemlose Wiederverschließen vorhanden.
Zu allen MACO Produkten, von denen ein Teil hier aufgeführt wurde, können gegen Einsenden eines frankierten Rückumschlages technische Anleitungen angefordert werden
TA expo R, TA-Nr. 130/12, September 2002
Irrtümer, oder Änderungen die dem technischen Fortschritt dienen,
bleiben vorbehalten.